Erinnerst du dich an die Zeit, als Videospiele noch auf klobigen Modulen gespeichert waren? Eine Zeit, in der man auf Flohmärkten echte Schätze finden konnte. Doch was, wenn ein solcher Fund nicht nur Nostalgie, sondern puren Horror in dein Wohnzimmer bringt? Genau das ist die Prämisse von “BEN DROWNED”, einer der furchterregendsten und bekanntesten Creepypastas, die das Internet je gesehen hat.
Der Anfang allen Übels: Ein unscheinbares Spielmodul
Alles begann im Jahr 2010. Ein Collegestudent, der sich “Jadusable” nannte, kaufte von einem mysteriösen alten Mann ein gebrauchtes N64-Spiel: “The Legend of Zelda: Majora’s Mask”. Das Modul war grau und trug die simple, handgeschriebene Aufschrift “Majora”. Ein seltsamer, aber scheinbar harmloser Fund.
Als Jadusable das Spiel startete, bemerkte er einen bereits vorhandenen Spielstand mit dem Namen “BEN”. Ohne sich weiter Gedanken zu machen, erstellte er einen neuen Spielstand und begann sein Abenteuer in der Welt von Termina. Doch die Idylle hielt nicht lange an.
“Das hättest du nicht tun sollen…”
Schon bald zeigten sich im Spiel seltsame und beunruhigende Fehler. Charaktere nannten ihn plötzlich “BEN”, obwohl sein Spielstand anders hieß. Die Musik spielte rückwärts oder war verzerrt. Texte in Dialogboxen waren unvollständig oder wurden durch unheimliche Phrasen ersetzt, allen voran der Satz, der bis heute Gänsehaut verursacht:
“You’ve met with a terrible fate, haven’t you?” (Dir ist ein schreckliches Schicksal widerfahren, nicht wahr?)
Das unheimlichste Element war jedoch das ständige, unerklärliche Auftauchen der Elegie-Statue von Link. Diese leere, starrende Figur erschien an den unmöglichsten Orten, verfolgte den Spieler und schien ihn aus dem Bildschirm heraus anzusehen. Jadusable versuchte mehrfach, den “BEN”-Spielstand zu löschen, doch wie von Geisterhand tauchte dieser immer wieder auf.
Wer ist BEN?
Die Legende besagt, dass BEN der Geist eines Jungen ist, der ertrunken ist. Sein Geist ist an das Spielmodul gebunden und terrorisiert nun jeden, der es wagt, zu spielen. Das Spiel wurde zu seinem persönlichen Fegefeuer, und er zieht den Spieler mit hinein in seinen digitalen Albtraum.
Die Geschichte von “BEN DROWNED” wurde durch eine Reihe von YouTube-Videos dokumentiert, die Jadusable selbst hochlud. Darin zeigte er die verstörenden Glitches und die unheimlichen Botschaften – und Millionen von Zuschauern sahen voller Schrecken zu.
Mehr als nur eine Geschichte
“BEN DROWNED” war mehr als nur eine Gruselgeschichte. Es war ein interaktives Erlebnis, ein sogenanntes Alternate Reality Game (ARG). Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwammen, als Jadusable von Erlebnissen berichtete, die über das Spiel hinausgingen, und der Geist von BEN scheinbar begann, seine Computer und sein Leben zu manipulieren.
Bis heute gilt “BEN DROWNED” als Meisterwerk des Internet-Horrors. Die Geschichte hat gezeigt, wie ein vertrautes und geliebtes Medium wie ein Videospiel in eine Quelle unvorstellbaren Grauens verwandelt werden kann.
Was denkst du über diese Legende? Hast du selbst schon einmal unheimliche Erlebnisse mit alten Videospielen gehabt? Schreib es uns in die Kommentare!