Siehst du dich selbst als Anführer?
Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt – und ehrlich gesagt: Ich sehe mich selbst nicht wirklich als klassischen Anführer. Zumindest nicht in dem Bild, das viele vielleicht vor Augen haben, wenn sie an einen „Anführer“ denken. Für manche bedeutet Führung, Befehle zu geben, Aufgaben zu delegieren und sich selbst im Hintergrund zu halten, während andere die Arbeit erledigen. Doch genau dieses Bild passt nicht zu mir – und ich glaube auch, dass es heutzutage gar nicht mehr die Art von Führung ist, die Menschen wirklich inspiriert.
Wie ich „Führung“ sehe
Ich sehe Führung weniger als eine Position, sondern vielmehr als eine Haltung. Es geht nicht darum, über anderen zu stehen, sondern mit ihnen gemeinsam etwas zu bewegen. Ein Anführer, der nur Kommandos verteilt, verliert schnell die Verbindung zu seinem Team. Viel wichtiger ist es, selbst mit anzupacken, Verantwortung zu übernehmen und das, was man von anderen erwartet, auch vorzuleben.
Als Beispiel vorangehen
Für mich bedeutet Anführer-Sein also, ein gutes Beispiel zu geben. Wenn ich möchte, dass Menschen engagiert, respektvoll oder kreativ sind, dann muss ich genau diese Eigenschaften auch selbst zeigen. Nur so entsteht echte Glaubwürdigkeit. Menschen folgen nicht blind einer Person, sie folgen einer Vision – und sie folgen jemandem, der bereit ist, selbst den Weg zu gehen, statt nur den Finger zu heben.
Führung heißt für mich auch, zuhören zu können. Denn wer glaubt, immer die beste Lösung zu kennen, versperrt sich selbst den Blick für neue Ideen. Ein starkes Team entsteht, wenn jeder seine Stärken einbringen darf – und ein echter Anführer erkennt, wann es Zeit ist, Raum zu geben und andere glänzen zu lassen.
Wir sind ein Ganzes!
Am Ende sehe ich mich also weniger als klassischen Anführer, sondern als Teil eines Ganzen, das ich mitgestalte. Ich will nicht der sein, der oben steht, sondern der, der mittendrin ist – Schulter an Schulter mit den anderen. Für mich ist das die Art von Führung, die nicht nur respektiert, sondern auch geschätzt wird: Anführen, indem man vorlebt.